🧑🏼🔬 Leitfaden für die Betreuung
Willkommen im P1/P2-Praktikum! Auf den folgenden Seiten erfahrt Ihr kompakt, was ihr als Tutor:innen des P1/P2-Praktikums wissen müsst.
🎯 Ziele für Studierende
Im P1/P2 geht es uns darum, den Studierenden die Möglichkeit zum wissenschaftlichen Experimentieren zu geben.
Die Studierenden sollen lernen:
- Planvoll und unter Laborbedingungen, reproduzierbar Experimente mit wissenschaftlichem Anspruch durchzuführen.
- Ihre Ergebnisse inhaltlich nachvollziehbar und vollständig in Form eines Protokolls zu dokumentieren.
- Die Ergebnisse ihrer Arbeit qualitativ und quantitativ einzuschätzen.
Zur planvollen Durchführung müssen sich die Studierenden die Experimente in der Vorbereitung auf den jeweiligen Versuchstag erschließen. Hierzu müssen sie sich erst in das entsprechende Themengebiet der Physik einarbeiten. Manche dieser Themengebiete wurden dabei ggf. noch nicht in den Kursvorlesungen des Studiums behandelt.
😨 In den P1/P2-Praktika kommen die Studierenden in der Regel zum ersten Mal mit physikalischen Experimenten in Kontakt. Was an inhaltlicher Dokumentation notwendig und wichtig ist, um deren Ergebnisse beurteilen zu können erlernen sie dabei erst im Verlauf der Praktika.
📜 Rolle der Betreuenden
Eure Aufgabe als Tutor:innen besteht darin, eure gesammelten Erfahrungen in der Physik und auf dem Gebiet des wissenschaftlichen Experimentierens an die Studierenden weiterzugeben. Ihr seid das Bindeglied zwischen dem Experiment und den Studierenden.
Im Laufe der Praktika erfüllt ihr die folgenden wichtigen Aufgaben:
Kernaufgaben der Betreuenden
- Ihr vermittelt den Studierenden den Versuch und alle damit verbundenen physikalischen Zusammenhänge und gebt dabei eure Erfahrungen weiter.
- Ihr schützt die Studierenden, z.B. bei der Arbeit mit Hochspannung, vor dem Versuch.
- Ihr schützt den Versuch, z.B. empfindliche Aufbauten, vor den Studierenden.
- In eurer Eigenschaft als Bindeglied solltet ihr euch als Helfer und Anwälte sowohl der Versuche, als auch der Studierenden verstehen. Das "Wohl und Weh" eines Versuchsausgangs, auch aus Sicht der Studierenden, hängt maßgeblich von euch und eurem Vermittlungsgeschick ab! Im Englischen gibt es den Begriff ownership. Übernehmt die ownership über euren Versuch!
- Versteht wovon ihr sprecht: Ihr müsst euren Versuch und alle damit verbundenen physikalischen Zusammenhänge vollumfänglich beherrschen. Wenn in eurem Versuch irgendetwas schief geht, unklar bleibt, oder nicht funktioniert, fällt dies zu erst auf euch zurück. Stellt daher sicher, dass sowohl ihr, also auch euer Versuch zur playtime an jedem Versuchstag perfekt vorbereitet ist.
- Geht den Dingen auf den Grund: "Ein:e gute:r Physiker:in zeichnet sich nicht durch das aus, was er/sie weiß, sondern durch das, was er/sie versteht." Diese Aussage solltet ihr an die Studierenden vermitteln. Nehmt nichts als einfach gegeben hin. Fragt im Zweifel eure Kolleg:innen oder die Praktikumsleitung um Rat.
Wenn die Studierenden aus dem Versuch gehen und sagen
"Bei diesem Versuch habe ich mal wirklich was gelernt!",
dann haben wir alle unser Ziel erreicht. Das ihr und auch wir aus diesen Versuchen immer wieder Neues lernen (können) ist in diesen Gedanken mit eingeschlossen.
🛡️ Abgrenzungen
Es ist nicht leicht zu beschreiben, was eine:n gute:n Tutor:in konkret ausmacht. Im Folgenden listen wir auf, was ihr auf jeden Fall vermeiden solltet:
Seid das bitte nicht!
- Seid keine Superheld:innen, die vorgeben alles zu wissen. Beschränkt euch in euren Aussagen auf das, was ihr wisst und versteht und gebt ruhig zu, wo dies nicht der Fall ist.
- Seid keine Streber:innen, die die Studierenden vorführen.
- Seid keine Gegner:innen der Studierenden. Ihr solltet euer Verhältnis zu den Studierenden immer als ein Miteinander verstehen: Ihr bestreitet den Versuch gemeinsam mit den Studierenden, mit dem Ziel, dass der Versuch funktioniert und die Studierenden maximal viel daraus lernen können.
- Seid keine Hilfspolizist:innen der Praktikumsleitung, die es sich zur Aufgabe machen den Studierenden jedes Plagiat nachzuweisen. Dies schließt aus gegebenem Anlass die Verwendung von KI mit ein.
- Seid keine besseren Dozent:innen, die den Studierenden erklären, "wie man den Versuch oder die Versuchsanleitung hätte besser oder richtig machen sollen/können"; diskutiert solche Dinge an der richtigen Stelle, nämlich mit der Praktikumsleitung.
- Seid keine besseren Deutschlehrer:innen, die ein Testat von der Kommasetzung oder Orthographieleistung der Studierenden abhängig machen. Es ist allerdings (im Sinne der Verständlichkeit) durchaus erlaubt einzuschreiten, falls die Rechtschreibung vollkommen aus dem Ruder geraten sollte, was leider doch öfter mal vorkommt.
- Seid keine Missionar:innen, die den Studierenden die eigenen Vorlieben und Ansichten aufdrängen.
🤖 Verwendung von KI
Anders als das Lösen einer Übungsaufgabe ist das Praktikum durch das Experiment bestimmt. Experimentelle Daten sind für jeden Versuch unverwechselbar und einzigartig. Jeder Versuch ist immer wieder eine neue Herausforderung!
Falls ein Team von Studierenden glaubt KI zur Verbesserung von Formulierungen im Text oder auch zur Erzeugung von Code verwenden zu müssen, müsst ihr dies nicht grundsätzlich ahnden und/oder verfolgen. Die Studierenden sind für alles, was sie im Praktikum lernen, selbst verantwortlich.
Wer eine Anpassung eines Modells an einen gegebenen Datensatz nur mit Hilfe von ChatGPT aufsetzen oder einen physikalischen Sachverhalt nur mit Hilfe von KI formulieren kann, muss sich die Frage gefallen lassen, ob dies für eine:n vollwertige:n Physiker:in ausreichend ist und ob ein solches Vorgehen wirklich fürs weitere Studium tragfähig sein kann.
Grundsätzlich gilt: Jede:r Studierende muss dazu in der Lage sein, die eingereichte Auswertung auf Nachfrage vollumfänglich erklären und "verteidigen" zu können! Bei einer Doktorarbeit bezeichnet man diesen Vorgang als Disputation (= "Verteidigung" der eigenen Arbeit). Wenn ihr den Verdacht hegt, dass Studierende diese Bedingung nicht erfüllen, stellt entsprechende Fragen während der Besprechung des Protokolls. Falls sich euer Eindruck erhärten sollte müssen die entsprechenden Aufgabenteile wiederholt werden, bis die Studierenden euch überzeugen konnten, dass sie wirklich verstanden haben, was sie bei der Bearbeitung/Auswertung des entsprechenden Aufgabenteils tun.
Diese Maxime geht über die Verwendung von KI hinaus. Auch eine Aussage wie
Quote
Diese Aufgabe hat mein:e Praktikumspartner:in gemacht und ich weiß nicht, was er/sie da genau gemacht hat.
bringt eine:n Praktikumsteilnehmer:in ist eine sehr schlechte Position. Das sollte von den Studierenden so auch wahrgenommen und verstanden werden.
Bei Rückfragen, zögert nicht die Praktiumsleitung mit einzubeziehen.
📝 Maxime
Die Praktika der Physik sind komplexe Einrichtungen, die sowohl inhaltlich, als auch logistisch bewältigt werden müssen. Wir brauchen das ganze Team aus Organisatoren, Technikern, Tutoren und Dozenten, um erfolgreich sein zu können.
Es ist wichtig, dass wir alle
- als Team miteinander arbeiten;
- mit Ernst und Einsatz bei der Sache sind;
- alle nach innen eine Stimme haben, aber auch nach außen "mit einer Stimme" sprechen.
Ohne den erheblichen Einsatz aller kann das Praktikum nicht erfolgreich sein. Wir freuen uns sehr, wenn es uns gelingt das P1/P2-Praktikum kontinuierlich, als ganzes Team, mit Leben zu füllen und ständig zu verändern und zu verbessern. Wenn ihr Vorschläge habt oder Diskussionsbedarf seht, bitten wir euch diese Diskussion innerhalb des Teams zu führen und nicht nach außen zu tragen.
Wir haben im Folgenden einige wichtige Hinweise und Spielregeln für den reibungslosen Betrieb des P1/P2-Praktikums aufgelistet. Wir bitten euch eindringlich, diese Spielregeln einzuhalten, um den erfolgreichen Betrieb der Praktika gewährleisten zu können:
🎓 Verantwortung für die Lehre
Die Verantwortung für die Lehre liegt bei den Dozenten. Die Dozenten geben die Ziele und Rahmenbedingungen für die Lehre vor. Jede:r von euch ist jederzeit eingeladen, sich in die Diskussion dieser Ziele einzubringen. Zu Beginn jedes Semesters gelten jedoch die getroffenen Regeln. Haltet euch bitte daran. Dies ist notwendig, um den Betrieb des P1/P2-Praktikums, aber auch um Gleichheit in der Bewertung und Behandlung der Studierenden gewährleisten zu können.
☎️ Kontakt zur Praktikumsleitung
Die Praktikumsleitung ist jederzeit für euch da. Für Ankündigungen und wichtige Informationen, die euch alle betreffen richten wir zudem eine E-Mail Liste ein, über die ihr euch auch untereinander über Dinge, die alle betreffen austauschen könnt. Dies passiert rechtzeitig vor Beginn jedes Semesters.
✌️ Vorbesprechung der Betreuenden
Etwa eine Woche vor Beginn des Praktikums findet eine persönliche Vorbesprechung mit den Tutor:innen statt. Der Termin dieser Vorbesprechung ist in der Regel weit im Vorfeld auf den Webseiten des P1/P2 Praktikums zu finden. Wir versenden zeitnah eine Einladung hierzu über die oben erwähnte E-Mail Liste. Die persönliche Teilnahme an dieser Vorbesprechung ist obligatorisch. Grund hierfür ist unter anderem, eine persönliche Sicherheits- und ggf. Strahlenschutzbelehrung.
Falls ihr aus triftigen Gründen verhindert sein solltet meldet dies bitte rechtzeitig bei der Praktikumsleitung an. Wir richten in diesen Fällen Zusatztermine ein. Es versteht sich, dass:
Quote
Ich bin zu dem Zeitpunkt im Urlaub in Australien
nicht zu den besten Gründen für eine Nicht-Teilnahme gehört 😏.
📜 Masterprotokoll
Wiederinbetriebnahme der Versuchsaufbauten
Wenn ihr die Versuche vor Praktikumsbeginn in Augenschein nehmt, sind diese über ein Jahr nicht mehr in Betrieb gewesen. In dieser Zeit waren Sie in den Praktikumsräumen extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt und wurden ggf. teilweise ab- und wieder aufgebaut.
Ihr könnt nicht davon ausgehen, dass alle Aufbauten das erwartete Verhalten an den Tag legen. Es handelt sich also im wörtlichen Sinne um eine Wiederinbetriebnahme aller Versuchsaufbauten nach einer einjährigen Ruhephase.
Nehmt euren Versuch rechtzeitig vor Praktikumsbeginn, in der Regel gemeinsam mit euren Mitbetreuenden und mit Hilfe unserer Techniker, in Betrieb und fertigt ein vollständiges Masterprotokoll an.
- Dieses Vorgehen gibt euch die Möglichkeit zu Beginn des Praktikums sicherzustellen, dass alle Aufbauten eures Versuchs voll funktionstüchtig sind.
- Ihr findet heraus worauf bei der Durchführung zu achten ist und welche Ergebnisse ihr zu erwarten haben.
- Das Masterprotokoll sollte über das, was ihr später von den Studierenden erwartet deutlich hinausgehen.
- Es definiert gleichzeitig den Erwartungshorizont für die Bewertung der zukünftigen Protokolle und Auswertungen der Studierenden.
- Es dient als Zeitzeugnis für den Zustand des Versuchs;
- Es setzt euch über den Zustand aller Versuchsaufbauten in Kenntnis; und
- kann Hinweise zu Durchführung und Vorbesprechung enthalten.
- Das Masterprotokoll sollte ein (lebendiges) Arbeitsdokument für euch sein, dass alle Tutor:innen des gegebenen Versuchs gemeinsam führen.
Versuchsinbetreibnahme als Team
In der Regel ist der von euch zu betreuende Versuch dreifach ausgeführt. Gleichermaßen bieten wir in der Regel drei Kurse an, es gibt also drei Tutor:innen zu jedem Versuch.
Wir empfehlen nachdrücklich, dass sich nach Möglichkeit alle drei Tutor:innen auf einen Termin verabreden und die Aufbauten gemeinsam vollständig und bis hin zur Auswertung testen und protokollieren.
Rechnet mit 1-3 vollen Nachmittagen, um alle Aufbauten vollumfänglich unter Kontrolle zu bekommen. Im Fall von Grundversuchen nochmal mit 1-2 Nachmittagen.
Beachtet, dass ihr für die Funktionalität und Durchführbarkeit eurer Versuche zu Beginn des Praktikums voll verantwortlich seid. Jeder Handgriff, den ihr in der Vorbereitung auf das Praktikum investiert ist gut investiert und verhilft euch zu einem guten Einstieg in den laufenden Betrieb.
Wir empfehlen euch das Protokoll, so wie es die Studierenden machen, in Jupyter-notebook zu verfassen und in einem geeigneten Verzeichnis im tutors Repository auf dem gitlab-Sever des SCC abzulegen. So könnt ihr es während des laufenden Betriebs aktualisieren. Lese- und Schreibrechte richten wir rechtzeitig vor Semesterbeginn für euch ein.
Ladet im Idealfall eine erste Version des Masterprotokolls eine Woche vor der Vorbesprechung der Betreuenden in das entsprechende Repository hoch. Dies gibt uns die Möglichkeit sicherzustellen, dass die Versuche funktionieren und die Gewissheit, dass ihr mit Euren Versuchen hinreichend gut vertraut seid. Für den Fall, dass ihr mit Git nicht gut vertraut sein solltet haben wir euch im Abschnitt 📤 Quick guide to Git eine kleine Hilfe zusammengestellt.
Im Fall von Problemen mit den Versuchen informiert die Techniker und die Praktikumsleitung. Dieses Vorgehen trägt dazu bei die Vorbesprechung der Betreuenden zu verkürzen und erlaubt es uns, uns während dieser Besprechung auf wesentliche Inhalte zu konzentrieren.
🔨 Kompetenz zum Versuchsaufbau
Die höchste Kompetenz zu jedem Versuchsaufbau liegt bei unseren Technikern Thomas Führ und Klaus Huppuch.
Wenn man weiß, wie man die Lichtgeschwindigkeit nach dem Prinzip der Drehspiegelmethode misst, weiß man noch lange nicht, wie man den Drehspiegel dazu konkret in Gang setzt, oder welche Schalter umzulegen sind, um den Versuch in Betrieb zu nehmen. Unsere Techniker sind für die Versuchsaufbauten verantwortlich und kennen "ihre" Versuchsaufbauten von allen Seiten. Es ist ihr Ehrgeiz euch und den Studierenden immer intakte Versuchsaufbauten zur Verfügung zu stellen und eventuell auftretende Probleme sofort zu beheben. Unsere Techniker sind daher für alle Probleme, die mit eurem Versuch auftreten sollten immer die erste Anlaufstelle.
📈 Kompetenz zur Datenauswertung
Mit der Versuchsauswertung mit dem Jupyter-notebook ist unser Anspruch an die moderne Auswertung primärer Daten substantiell gestiegen.
Wir gehen davon aus, dass alle Studierenden mit Hauptfach Physik in der Lage sein werden das Datenauswertungspaket kafe2 zu verwenden. Für diejenigen unter den Studierenden, die damit nicht vertraut sind haben wir die Modulsammlung PhyPraKit zusammengestellt. Beide Softwarepakete werden am KIT vom ETP gepflegt. Sie liegen rechtzeitig vor Praktikumsbeginn in jeweils aktueller Form vorinstalliert auf dem bwJupyter Hub vor.
Wir gehen davon aus, dass ihr mit beiden Methoden zur Auswertung der Versuche vertraut genug seid, so dass ihr den Studierenden bei der Verwendung entsprechende Hilfestellungen geben könnt. Beides sollte keine Herausforderung für euch darstellen.
Wollen oder müssen Studierende auf alternative Methoden zur Datenauswertung zurückgreifen, dann gleicht die Ergebnisse zumindest exemplarisch mit den, mit einem der angebotenen Softwarepakete, erzielten Ergebnissen (am besten aus dem Masterprotokoll) ab. Zu weiterer Unterstützung seid ihr nicht verpflichtet.
✍🏻 Fehlerrechnung
Durch die Digitalisierung des Protokolls, die Verwendung von Jupyter-notebook und die Bereitstellung der Softwarepakete kafe2 und PhyPraKit ist die Angabe von Unsicherheiten deutlich weniger mechanisch-repetitiv, und somit einfacher, sinnhafter und näher am wissenschaftlichen Alltag, als die Fehlerrechnung mit Bleistift und Taschenrechner, wie sie früher in den Praktika üblich war. Wir verlangen daher von den Studierenden die Angabe von Unsicherheiten für jedes ggf. weiterverarbeitete Messergebnis, für jeden Versuch!
👋 Anwesenheit im Praktikum
Wie der Versuchstag für die Studierenden aussieht findet ihr im Teilabschnitt 📝 Versuchstag beschrieben. Wir erwarten, dass ihr während des Prakikumsbetriebs zwischen 13:30–19:00 in den Räumlichkeiten des Praktikums anwesend seid.
Für den Verlauf eines Praktikumstages schlagen wir die folgende zeitliche Einteilung vor:
- 13:30–14:00: Vorbesprechung des Versuchs mit der aktuellen Gruppe von Studierenden. Ihr solltet dabei die ersten 10–15 min für (Verständnis-)Fragen von Seiten der Studierenden einräumen. Beachtet, dass die Studierenden ggf. die zu verwenden Apparaturen erst physisch zuordnen und kennenlernen müssen. Sobald diese Fragen alle geklärt und die Studierenden bereit sind, könnt ihr mit euren eigenen Fragen überprüfen, wie belastbar das Verständnis der Studierenden wirklich ist. Ziel der Vorbesprechung ist, dass die Studierenden die Versuche in angemessener Zeit zielgerichtet und sicher durchführen können. Die Vorbesprechung sollte daher nicht zu lange dauern. Theoretische Herleitungen sind nicht gefragt – die Beschäftigung hiermit gehört zur Vorbereitung auf den Versuch und liegt voll und ganz in der Eigenverantwortung der Studierenden.
- 14:00–17:30: Freie Versuchsdurchführung. Während des Betriebs könnt ihr diese Zeit auch für die Besprechung der Protokolle und Auswertungen der vorangegangen Gruppen von Studierenden, sowie für Eintragungen ins Kursbuch nutzen.
- 17:30–18:00: In dieser Zeit erwarten wir, dass die Studierenden sich in zwei Gruppen aufteilen und sich gegenseitig über die Versuche der nächsten Woche informieren. Als Tutor:in könnt ihr dabei ruhig im Hintergrund bleiben und euch anschauen, was eure Gruppen an diesem Versuchstag so alles gelernt haben. Diese Situation kann für alle Beteiligten sehr erhellend sein. Falls die Studierenden eurer Gruppe nicht zurecht kommen sollten könnt ihr ggf. einspringen.
- 18:00–19:00: Nutzt diese Zeit dazu, den Versuch mit den Studierenden zu einem wohldefinierten Abschluss zu bringen. Schaut euch die erzielten Zwischenergebnisse nochmal durch und stellt sicher, dass die Studierenden ihr Protokoll in diesem Zustand als Version v1 auf ILIAS hochladen. Überprüft nochmal den Namen der hochgeladenen Datei. Das Praktikum endet aus organisatorischen Gründen pünktlich um 19:00 Uhr. Falls eine Gruppe von Studierenden bis zu diesem Zeitpunkt nicht alle Aufgaben bearbeitet haben sollte, sollten die Studierenden dies in der Version v1 ihres Protokolls vermerken.
Wir werden einige Punkte im Folgenden noch etwas weiter ausführen. Vergesst nicht, dass ihr für gefährliche Versuche, in deren Verlauf z.B. Hochspannung verwendet wird, die Aufsichtspflicht inne habt.
Vorbesprechung des Versuchs
Stellt zu Beginn jedes Versuchs sicher, dass die Studierenden hinreichend gut auf die Durchführung vorbereitet sind. Dabei stehen die folgenden Fragen im Vordergrund:
- Worum geht es beim Versuch?
- Wie ist der Versuch durchzuführen?
- Wie sind die zur Verfügung stehenden Apparaturen zu bedienen und welche Unsicherheiten haben die ausgegebenen Messwerte?
- Gibt es zu beachtende Sicherheitshinweise?
Das grundlegende Verständnis theoretischer Herleitungen physikalischer Zusammenhänge ist im allgemeinen eine notwendige Voraussetzung für die befriedigende Beantwortung dieser Fragen. Jedes physikalische Verständnis, das darüber hinausgeht ist sehr wünschenswert. Herleitungen physikalischer Zusammenhänge sind jedoch keine Voraussetzung für die erfolgreiche Durchführung der Versuche!
Hinweis
Wir sehen keine ausführliche Einleitung und keine theoretischen Herleitungen im klassischen Sinne in Protokoll und Auswertung vor. Die Vorbesprechung des Versuchs ist also der Kontrollpunkt, an dem ihr sicherstellen solltet, dass die Studierenden die Hinweise zur Vorbereitung auf den entsprechenden Versuch wirklich gelesen und verstanden haben.
Bei der Vorbesprechung des Versuchs geht es nicht darum, dass ihr den Studierenden zeigt, was ihr alles wisst und könnt. Im Mittelpunkt der Vorbesprechung stehen die Studierenden. Diese sollten z.B. einen Aspekt des Versuchs an der Tafel erläutern und sich im Verlauf der Vorbesprechung die wichtigsten Ziele des Versuchs klar erarbeiten können. Die Studierenden sind in dieser Situation erfahrungsgemäß sehr unsicher. Sie sollten sich darin aber mit zunehmender Dauer des Kurses, unterstützt durch eine (ergebnis-)offene und freundliche Atmosphäre zunehmend wohler fühlen können. Soweit ihr (Kontroll-)Fragen habt, sollten diese unterstützend, zielführend, am besten offen formuliert und interessant sein.
Die Vorbesprechung soll keine Prüfung sein!
Ihr solltet während der Vorbesprechung aber zu einer Einschätzung darüber gelangen, ob die Studierenden in der Lage sind den Versuch durchzuführen und etwas daraus zu lernen. Sollte dies eurer Einschätzung nach bei einem:r Studierenden nicht der Fall sein, darf der/diejenige den Versuch nicht durchführen und muss zu einem Nachholtermin nochmal antreten. Dem/Der Praktikumspartner:in ist es in diesem Fall freigestellt, ob er/sie ebenfalls den Nachholtermin in Anspruch nehmen, oder den Versuch allein oder mit einer anderen Gruppe zusammen (jedoch mit eigener Protokollführung und Auswertung!) durchführen möchte. Ihr müsst keine Konflikte, welcher Art auch immer, allein ausfechten. In Zweifels- oder Streitfällen zieht sofort die Praktikumsleitung zurate.
Durchführung des Versuchs
In dieser Zeit sollen die Studierenden im besten Fall frei und eigenständig an den Versuchen Arbeiten. Es empfiehlt sich jedoch während der Durchführung des Versuchs darauf zu achten, dass die Studierenden mit den Aufgaben zurechtkommen, nicht auf Abwege geraten, keine Aufgabenteile vergessen und einigermaßen in der Zeit bleiben. Falls Pausen durch längere Messreihen entstehen sollten, könnt ihr diese zur Diskussion potentieller (physikalischer) Zusammenhänge nutzen. Gleichzeitig könnt ihr ein Auge auf ausgewertete Zwischenergebnisse halten, die Auswertungen der vorangegangenen Gruppe überprüfen und Eintragungen im Kursbuch vornehmen.
Achtet bitte auf die Einhaltung gegebener Sicherheitshinweise und informiert im Fall der Missachtung ggf. die Praktikumsleitung. Beachtet, dass in den Praktikumsräumlichkeiten weder gegessen noch getrunken werden darf.
Ende des Versuchs
Überprüft gegen Ende des Versuchs unbedingt nochmal, dass die Studierenden alle Aufgabenteile bearbeitet haben und die erzielten Ergebnisse sinnvoll erscheinen. Das Masterprotokoll sollte euch hierzu den entsprechenden Anhalt geben. Idealerweise sollten die Versuchsergebnisse zum Ende des Praktikumstags vollständig vorliegen.
Achtung
Wir rechnen mit nicht mehr als 2-4 Stunden zur Nachbereitung und weiteren Diskussion der Ergebnisse auf Seiten der Studierenden.
Das Praktikum endet aus organisatorischen Gründen pünktlich um 19:00 Uhr. Falls die Studierenden das Messprogramm in der vorgegebenen Zeit nicht vollständig bearbeiten konnten sollten sie dies mit einer kurzen Begründung in ihrem Protokoll vermerken.
👍 Bewertung der Versuchsauswertung
Die Versuchsauswertung sollte maximal sieben reguläre Studientage nach Durchführung, d.h. während des regulären Betriebs spätestens mit Beginn des nächsten Praktikumstags, als Export des Jupyter-notebooks ins pdf-Format (z.B. mit dem Dateinamen Mo32_Datenverarbeitung.pdf) auf ILIAS vorliegen. Von diesem Zeitpunkt an habt ihr maximal sieben weitere reguläre Studientage Zeit, das Protokoll zu sichten und mit Anmerkungen und Beanstandungen (siehe unten) zu versehen.
"Reguläre Studientage" bedeutet, dass Ferien- und Feiertage nicht mitgezählt werden. Hinterlegt eure kommentierte(n) Version(en) des Protokolls z.B. mit dem Dateinamen
TESTAT_Mo32_Datenverarbeitung.pdf
an gleicher Stelle auf ILIAS.
Ab dem ersten upload sollten sowohl die Studierenden als auch ihr alle weiteren uploads als Versionen der ursprünglichen Dateien anlegen. Hinweise, wie ihr dies bewerkstelligen könnt findet ihr im Abschnitt 📥 Upload auf ILIAS. Gebt in euren Kommentaren an, auf welche Version des Protokolls sich eure Kommentare beziehen.
Legt bei der Bewertung der Auswertungen die folgenden Maßstäbe zugrunde:
Bewertungsmaßstäbe
- Ist der Text für euch verständlich und nachvollziehbar? Ist vorhandener Code ausführbar (soweit ein Jupyter-notebook mit hochgeladen wurde)?
- Sind (Teil-)Ergebnisse klar gekennzeichnet und mit einer entsprechenden Einschätzung der Unsicherheiten versehen?
- Ist das Protokoll konsistent und vollständig, so dass ihr die dokumentierten Ergebnisse aus den vorangehenden Daten (grundsätzlich) nachvollziehen könnt?
- Sind alle Aufgabenteile für euch befriedigend und vollständig bearbeitet worden, oder gibt es eine entsprechende stichhaltige Begründung für fehlende Aufgabenteile oder Messungen?
- Sind die erzielten Ergebnisse mit eurer Erwartung kompatibel? Dabei sollte euch das Masterprotokoll als Anhalt dienen.
- Wie sinnvoll und durchdacht erscheint euch die abschließende Reflexion und Diskussion des Versuchs und der Ergebnisse?
Bei der Bewertung unterscheiden wir im Folgenden grundsätzlich zwischen Beanstandungen und Anmerkungen:
- Beanstandungen beziehen sich auf inhaltliche Mängel, die durch die Studierenden behoben werden müssen. Im pdf-Format der Auswertung solltet ihr Beanstandungen eindeutig kennzeichnen. Fügt sie am besten als ausdrückliche, ausformulierte, allgemeine Kommentare in das dafür vorgesehene freie Feld an den Beginn der Auswertung im pdf-Format ein.
- Anmerkungen sind alle sonstigen Kommentare, die ihr im pdf-Format der Auswertung vor nehmt.
Wichtig
Gültige Richtlinien zur Bewertung einer Auswertung findet ihr in diesem 👍 Bewertungs-Check.
Macht bei der Rückgabe und Diskussion der Auswertung eindeutig klar, was Beanstandungen und was Anmerkungen sind. Seid bei der Bewertung nicht zu kleinlich. In der Regel weit über 100 Studierende durch die Praktika zu "schleusen" ist eine logistische Herausforderung. Wir können uns dabei nicht in Kleinkriegen über Tabellenbeschriftungen oder Kommasetzung verlieren. Wir müssen davon ausgehen, dass die Studierenden, als selbstbestimmte Erwachsene ein eigenes Interesse daran haben, die Versuche ehrlich durchzuführen und möglichst viel daraus zu lernen.
Ihr könnt so viele Anmerkungen nach obiger Definition machen, wie ihr möchtet. Eine echte Beanstandung solltet ihr aber nur dann vornehmen, wenn wirklich grobe inhaltliche Fehler oder Unvollständigkeiten vorliegen. Fragt im Zweifel bei der Praktikumsleitung nach. Jede Korrektur, die ihr auf ILIAS hochladet sollte ein vorläufiges TESTAT enthalten.
Sprecht die Protokolle unbedingt persönlich mit allen Studierenden aus der Praktikumsgruppe persönlich durch! Ihr könnt diese Besprechung in der Zeit zwischen 14:30–17:30, während des Praktikumstages durchführen. Lasst euch nicht auf eine "Besprechung" online, oder per E-Mail ein.
Sowohl ihr, als auch die Studierenden erkennen im direkten Gespräch, in dem man sich Auge in Auge gegenübersteht und seine Argumente auf den Tisch legt, am besten wo es bei der Auswertung noch hakt und wo nicht. Dies ist insbesondere der Fall, wenn es darum geht seine Arbeit nachvollziehbar für sich und andere zu dokumentieren. Bei der persönlichen Besprechung könnt ihr den Studierenden nochmal erklären, worum es euch bei eventuellen Beanstandungen geht, die Studierenden können ggf. Stellung nehmen, oder um weitere Klärung bitten. Nach einem solchen persönlichen Gespräch kommt es unserer Erfahrung nach äußerst selten zu Uneinigkeit. Bezieht in kritischen Fällen die Praktikumsleitung in die Besprechung mit ein.
Gibt es zu einer Auswertung Beanstandungen haben die Studierenden noch einmal sieben reguläre Studientage Zeit eine Nachbesserung auf ILIAS zu hinterlegen. Überprüft nach Ablauf dieser Frist ILIAS auf das Vorliegen einer Nachbesserung und überprüft diese ggf. auf die Bearbeitung eurer Beanstandungen und nur(!) auf diese. Basierend darauf erfolgt das endgültige TESTAT. Hinterlegt die kommentierte Version der Nachbesserung als neue Version z.B. der Datei TESTAT_Mo32_Datenverarbeitung.pdf auf ILIAS. Tut dies zeitnah, innerhalb von 1-2 Tagen nach Ablauf der Frist für die Einreichung der Nachbesserung. Das Testat nach Abschluss dieses Vorgangs ist endgültig.
Die Beurteilung des gesamten Versuchs, von der Durchführung bis zur Auswertung, erfolgt in den folgenden Kategorien:
Bewertungskategorien
- "0": Durchführung ohne Beanstandungen (dies sollte die Regel sein).
- "-": Durchführung mit (nicht behobenen) Beanstandungen.
- "--": Durchführung mit (nicht behobenen) erheblichen Mängeln.
- "+": Sehr gute und sorgfältige Durchführung ohne Beanstandungen.
- "++": Bemerkenswert gute Durchführung ohne Beanstandungen.
Einige Versuche beinhalten Zusatzaufgaben. Wenn eine Gruppe in einem solchen Fall keine Zusatzaufgabe bearbeitet hat, ist das in Ordnung. Dann sollte das Protokoll aber auch maximal mit der Beurteilung 0 testiert werden.
Anmerkungen gehen in die Bewertung des Versuchs i.d.R. nicht ein. Falls ihr jedoch darauf besteht, bitten wir um eine schriftliche Stellungnahme im testierten Protokoll, z.B. in der Form:
Quote
Euer Protokoll beinhaltet zudem unverhältnismäßig viele Rechtschreibfehler und sätze aus denen ich nicht schlau werde. (Entsprechende Anmerkungen im Text.) Korrigiert dies bitte bevor ich euch ein Testat mit der Bewertung "0" geben kann.
Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass für uns die inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit und Nachvollziehbarkeit des Protokolls und der Auswertung im Vordergrund stehen. Wir ermutigen euch ausdrücklich dazu, orthographische, grammatikalische oder andere formelle Anmerkungen im pdf-Format der Auswertung vorzunehmen. Das Protokoll sollte ordentlich, übersichtlich und gewissenhaft verfasst sein. Formelle Anmerkungen jenseits grundsätzlicher Anforderungen der Verständlichkeit sollten jedoch nicht zu einer Beanstandung der Auswertung führen. Ein Gefühl für das richtig Maß sollte der Abschnitt 👍 Bewertungs-Check geben.
Es ist nicht zu beanstanden, wenn euch als Tutor:in, das Format der Auswertung, nicht gefällt. Dies gilt insbesondere für Tabellen, Bilder und deren Beschriftungen, solange die darin dokumentierten Werte als Wertemenge klar zugeordnet und weiterverarbeitet werden können.
Das P1/P2-Praktikum wird lediglich als "bestanden" beurteilt und darüber hinaus grundsätzlich nicht bewertet. Den Studierenden ist die Bewertung ihrer Protokolle trotzdem sehr wichtig. Kommuniziert eure Bewertung einschließlich TESTAT daher eindeutig und zeitnah, auf die folgende Art und Weise:
- Auf der kommentierten und testierten Versuchsauswertung selbst, die ihr auf ILIAS hinterlegt,
- Im Kursbuch für die Praktikumsleitung (siehe unten).
Dies gilt insbesondere auch dann, wenn es nicht zu Beanstandungen kam. Das auf ILIAS hinterlegte TESTAT ist die Informationsquelle aus der die Studierenden rechtssicher erfahren, ob sie den Versuch erfolgreich abgeschlossen haben oder nicht.
📔 Eintragungen ins Kursbuch
Neben dem auf ILIAS hinterlegten TESTAT führen wir ein elektronisches Kursbuch für jeden Kurs. Vermerkt spätestens 1-2 Tage nach Ablauf der Frist für eine Nachbesserung dort euer (endgültiges) Testat mit der Bewertung "0", "+", "++", "-" oder "--". Die Bewertung sollte natürlich mit dem auf ILIAS hinterlegten (vorläufigen oder endgültigen) TESTAT übereinstimmen. Das Kursbuch dient der Praktikumsleitung zur Orientierung. Maßgeblich und rechtlich bindend ist das auf ILIAS hinterlegte TESTAT.
- Sollte sieben reguläre Studientage nach Durchführung noch keine Versuchsauswertung (als Version v2 des Protokolls) auf ILIAS hinterlegt worden sein ist der reguläre Termin zur Einreichung der Versuchsauswertung überschritten. Lasst in einem solchen Fall die Eintragung ins Kursbuch zunächst offen und informiert die Studierenden entsprechend darüber. Eine einfache Notiz, wie die folgende, reicht dabei vollkommen aus:
Quote
Euer Protokoll liegt nicht fristgerecht vor. Informiert mich bitte so schnell wie möglich, ob und wann Ihr Eure Auswertung auf ILIAS hochladen werdet.
-
Ihr seid nicht dazu verpflichtet, die Studierenden mehr als einmal auf die Einreichung ihres Protokolls hinzuweisen. Im Gegenteil: Die Studierenden sind euch gegenüber in der Hinweispflicht, sobald sie das Protokoll hinterlegt haben.
-
Sollte 14 reguläre Studientage nach Durchführung noch keine ➡️ Auswertung (v2) auf ILIAS hinterlegt worden sein ist der reguläre Termin zur Einreichung eurer Anmerkungen und Beanstandungen zur Auswertung überschritten. Informiert in diesem Fall die Praktikumsleitung per E-Mail. Wir werden dem Fall weiter nachgehen.
-
Ein Versuch für den keine ➡️ Auswertung (v2) auf ILIAS vorliegt gilt als nicht angetreten und führt automatisch zum Nicht-Bestehen des Kurses. Dieser (oder ein gleichwertiger) Versuch muss daraufhin im kommenden Jahr nochmal angetreten werden.
📢 Nachholtermine und Bestehen des Praktikums
Um das P1- oder P2-Praktikum erfolgreich zu bestehen dürfen nicht mehr als zwei Auswertungen mit einem "--" oder "-" vermerkt sein. Ist dies der Fall bekommen die Studierenden die Möglichkeit während der Nachholtermine entweder überarbeitete Auswertungen nochmal einzureichen oder Versuche erneut durchzuführen. Dies liegt im Ermessen der Praktikumsleitung.
Lassen sich überschüssige "-"/"--"-Bewertungen nicht während der Nachholtermine beheben müssen die Studierenden zu ALLEN mit einem "-"-TESTAT versehenen Versuchen im kommenden Jahr noch einmal antreten. In jedem Fall bleiben die mit "+", "++" und "0" testierten Versuche anerkannt.
Versuche zu denen die Studierenden nicht angetreten sind führen automatisch zum Nicht-Bestehen des Kurses. Diese (oder gleichwertige) Versuche müssen im kommenden Jahr nochmal angetreten werden.
Nachholtermine werden unter Absprache von Tutor:innen, Praktikumsleitung und Studierenden nach Ablauf des Praktikums und, wenn logistisch möglich und sinnvoll, auch während des laufenden Betriebs angeboten.
Details zum Bestehen für die Studierenden befinden sich im Abschnitt 🗽 Kurs bestanden!
🚧 Zustand der Versuche und Versuchsräume
Stellt sicher, dass sich euer Versuch zu jedem Zeitpunkt in einem guten Zustand befindet. Informiert sofort die Techniker und dann die Praktikumsleitung, falls Defekte auftreten sollten. Mindestens ein Techniker wird bis zum Ende jedes Praktikumstages vor Ort sein.
Stellt zudem sicher, dass die Räumlichkeiten des Praktikums am Ende des Praktikumstags in ordentlichem Zustand verlassen werden.
😵💫 Krankheitsfall
Gebt im Krankheitsfall oder wenn ihr euren Versuch aus anderen, triftigen Gründen nicht betreuen können der Praktikumsleitung so bald wie möglich Bescheid. Verständigt euch mit euren Mitbetreuenden bezüglich einer möglichen Vertretung. Wir setzen in diesem Fall auf eure Solidarität untereinander.
Falls euch bereits frühzeitig bekannt sein sollte, dass ihr zu einem bestimmten Termin nicht anwesend sein könnt, kümmert euch bitte rechtzeitig um eine entsprechende Vertretung. In jedem Fall sollte die Vertretung mit der Praktikumsleitung abgesprochen und die Praktikumsleitung vor Beginn des betreffenden Praktikumstags informiert sein.
Die Durchsicht und Korrektur des Protokolls sollte im Fall der Vertretung immer durch den/die vertretende:n Tutor:in erfolgen.